Rockhampton
Rockhampton liegt an der "Capricorn Coast". Diese bekam ihren Namen wegen des Wendekreises des Sternzeichens „Steinbock“. Dieser befindet sich nämlich hier, an der südlichen Grenze der tropischen Klimazone.
Wegen der Lage von Rockhampton in den Tropen ist es das ganze Jahr über heiß hier. Im Sommer regnet es nur an einzelnen Tagen, dann sind es aber meist starke Regenfälle oder gar Gewitter dabei. Überflutete Straßen kann es deshalb auch geben.
Wegen des warmen Wetters, das sich mit Regen mischt, herrscht dann eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit. Anders ist es im Winter: es ist am Tag angenehm warm und es regnet nur sehr selten. Nachts ist es denkbar kühler. Auf unter 10 Grad Celsius sinkt das Thermometer normalerweise aber nur im Binnenland.
Gegründet wurde die heute an die 68.835 Einwohner zählende Stadt Rockhampton im Jahre 1855. Ihren Namen bekam sie aufgrund des markanten Felsens im nahegelegenen Fluss. Durch Gold- sowie Kupferfunde gewann die Stadt mit der Zeit an Bedeutung. Heute sind die Erz-Vorräte fast ausgeschöpft.
Doch durch die Viehwirtschaft hält die Stadt ihren Wohlstand noch immer. Innerhalb der Landesgrenzen von Australien ist die Stadt Rockhampton als Rindfleisch-Hauptstadt, also „Beef Capitol“ bekannt. Gute Steaks gibt es also allen anderen australischen Städten voran hier in Rockhampton! Aber solch ein leckeres Stück Fleisch ist bei Weitem nicht die einzige Attraktion, die Rockhampton und seine Umgebung zu bieten hat. So gibt es hier auch super schöne, weitläufige Strände und im Hinterland erstreckt sich ein tropischer Regenwald.
Zudem sind von Rockhampton aus die populäre Ferieninsel „Great Keppel Island“ sehr gut zu erreichen und es starten Touren zum weltweit bekannten und vor Allem bei Tauchern beliebten Great Barrier Reef von der Stadt aus.
In Rockhampton steht das Dreamtime Cultural Centre. Es gilt als eines der besten Aborigine-Museeum des Landes. Wer sich für die Geschichte und die Kultur des Landes interessiert, ist hier genau richtig. Natur-Freunde dürfen bei einem Besuch in der Stadt die Cliff Kershaw Gardens auf keinen Fall auslassen, wenn sie nichts verpassen wollen!
Die Rockhampton City Art Gallery ist dagegen ein Muss für Kunstliebhaber. Ein Wenig Nervenkitzel gefällig? Dann besuchen Sie doch eine Krokodilfarm, zum Beispiel die Koorana Crocodile Farm. Zusätzliche, aber auch etwas weiter entferntere Ziele sind von Rockhampton aus der Carnarvon National Park und Emerald, mit seinen Edelsteinfeldern. Doch im Grunde gilt die gesamte Region als Edelstein-Fundgebiet. Einige Orte, wie Emerald im Outback, sind danach benannt. Denn Emerald, etwas mehr als 260 Kilometer westlich von Rockhampton gelegen, bedeutet zu Deutsch Smaragd und ihr Nachbarort trägt den Namen Sapphire. Die Landschaft um Sapphire Ort ist aufgewühlt, von den Grabungen nach den wertvollen Steinen. Vor vielem, vielen Tausenden von Jahren haben sich hier in den Flussbetten Zirkon sowie Saphire eingelagert. Die Geschichte Rockhamptons praktisch erleben kann man in einer einstigen Goldgräberstadt am Mount Morgan sowie im Mount Hay Tourist Park. In letzterem gibt es für Besucher die Möglichkeit selbst nach Edelsteinen zu suchen.
Etwa 430 Kilometer von der Stadt Rockhampton aus fährt man Richtung Südwesten zum Carnarvon National Park. Dessen Landschaft besteht aus langen, tiefen Schluchten, in denen Farne und Moose wachse, weil sie dort gut vor großer Hitze geschützt werden. Diese Schluchten an die 30 Kilometer lang und gehen circa 200 Meter tief hinunter.
Der Carnarvon National Park hat als Regenfänger eine tragende Rolle was die Wasserversorgung des allgemein ziemlich trockenen Landesinneren angeht. Hier gibt es Quellen mit kristallklarem Wasser, grüne Oasen mit Farnen, Palmen und Moosen. Mehr als 30 Arten von Säugetieren und ebenfalls mehr als 170 Vogelarten haben in dem ungefähr 223.000 großen Park ihr zuhause.
Einst war der National Park ein wichtiger Platz für Zeremonien und eine heilige Stätte für die Eingeborenen Australiens, die Aborigines. Noch heute findet man Jahrtausende alte Wandbilder der damalig in der Region des Parks ansässigen Stämme der Ureinwohner. Sie gehören zu den größten Kunststätten von Zentral-Queensland und beinhalten eine der besten Schablonenmalerei-Sammlungen. Zudem sind auch Gravuren und Zeichnungen, die freihand gefertig wurden dabei.

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