Ballarat
Ballarat in Viktoria war einmal die größte Stadt im Bundesstaat. Grund war der Goldrausch, der im Jahre 1951 innerhalb von 12 Monaten tausende von Menschen, um genau zu sein sogar mehr als 10.000 Einwanderer, in den damals noch kleinen Ort zog.
Heute ist Ballarat nur noch die drittgrößte Stadt in Viktoria. 90.000 Menschen leben hier, in einer durchaus wichtigen Universitätsstadt des Landes. In Ballarat fand man im Übrigen auch den Goldnugget Australiens. Er ist fast 70 stolze Kilogramm schwer! Neben den vielen Immigranten brachte der Goldrausch und die damit zusammenhängenden tatsächlichen Funde von Gold, auch Reichtum nach Ballarat.
Noch heute prägt dieser für die damalige Zeit ungewöhnliche Wohlstand das Stadtbild: Ballarat hat wunderschöne Parkanlagen und besonders breite Boulevards. Es gibt viele viktorianische Steingebäude; sie stehen vor Allem in der Lydiard Street. Ungewöhnlich, da zur Zeit des Goldrausches wegen des hohen Preises eigentlich nicht oft und nicht viel mit Stein gebaut wurde.
Weitere solcher imposanten Gebäude sind zum Beispiel die Ballarat Fine Art Gallery, der Bahnhof aus dem Jahre 1887 und das ehemalige Postamt von 1864. In Souvereign Hill ist eine Goldgräberstadt als Freilichtmuseum aufgebaut. Verkleidete Schauspieler spielen hier das Leben zur Zeit der Goldgräber zwischen Saloons, Wohnhäusern und Geschäften nach. Als Besucher wird man dabei regelrecht in diese Zeit zurückversetzt.
Beliebte Anlaufpunkte sind in Souvereign Hill die Bäckerei, die Schmiede sowie das Postamt. Außerdem gibt es in dem Ort ein Museum zum Thema „Gold“ und ein Maschinenhaus. Beide sind beliebte Attraktionen in Souvereign Hill. Wer sein Goldgräber-Glück selbst austesten möchte, kann sich eine Ausrüstung ausleihen und sich selbst auf die Suche machen. Neben den praktischen Aktivitäten rund um die Geschichte von Ballarat erfährt der Besucher zudem auch wissenswerte Fakten über die Pioniertage Australiens.

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